Die Helden der zweiten Reihe – Bassisten

–> Einführung

Wenn Drummer das Rückgrat der Band sind, gilt für Bassisten: Die Basis ist die Grundlage aller Fundamente. Die Tieftöner-Fraktion schlägt die Brücke zwischen Rhythmik und Harmonik, erweitert das Frequenzspektrum nach unten, befreit Akkordmusiker (g, keyb) vom permanenten Spielen der Grundtöne und ergänzt / kontrapunktiert idealerweise die Melodielinien der Solisten.
Prädikat: besonders wertvoll!

Jóhann Ásmundsson (Mezzoforte):
Wessen Gedächtnis bis 1983 zurückreicht, der erinnert sich wohl an Garden Party. Obwohl dies Mezzofortes einziger wirklicher Hit war, ist diese Nordic Funk Band unkaputtbar und unfassbar gut. Das liegt wesentlich an der Rhythmus-Sektion aus den Urmitgliedern Gulli Briem (dr) und eben bassaleikari Jóhann. Der sieht so freundlich-gemütlich aus, als könne er kein Wässerchen trüben – aber dann … slappt er dermaßen brachial-virtuos los, dass die Funken fliegen. Das ultimative Mittel gegen schlechte Laune und eingeschlafene Beine! 🙂

=> Mezzoforte live: Garden Party
=> Jóhann Ásmundsson: So Low (= Solo, nettes Wortspiel); Slap- und Solo-Bass!

Esperanza Spalding, Quelle: Wikimedia CommonsEsperanza Spalding:
OK, im Jazz als Bassistin und Sängerin durchaus ein Star. Da jedoch Jazz an sich Minderheitenmusik ist, dürfte sie vielen unbekannt sein. Dabei gilt doch immer noch Frank Zappas Spruch:

Jazz is not dead – it just smells funny!

Spalding tanzt auf allen Bässen: Double Bass (Kontrabass), Fretless (accoustic & electric) und dem ganz normalen Fender Jazz Bass (Bild). Bewundernswert, wie sie ’nebenbei‘ noch etwas völlig anderes singt – und zwar durchaus gekonnt, auch wenn die Vocals letztlich Geschmachssache sind.

=> Esperanza Spalding: I Know You Know (live) mit schön knurrigem Fretless 🙂
=> Mit Geri Allen & Terri Lyne Carrington: Unconditional Love. Vorsicht, Jazz! 😉

Raymond McKinley (u.a. Tower of Power):
Eigentlich müsste man jeden einzelnen der wunderbaren Musiker dieser Band vorstellen; David Garibaldi hatten wir ja schon. Jedoch ist McKinley eigentlich gar kein T.O.P.-Mitglied … also doch, ist er schon – aber als Tour Manager!
Nun begab es sich, dass dem reguläre Basshexer Francis „Rocco“ Prestia, mit Unterbrechungen seit 1968 (!) dabei, sein Lebenswandel derart an die Nieren gegangen war, dass a) eine Organtransplantation und b) ein Aushilfsbassist für T.O.P. vonnöten waren. Und Mr. McKinley macht diesen Job mehr als gut – IMHO sogar noch besser als Prestia. Er treibt die Band mehr an als der eher laid back zupfende Stammbassist. Die YouTube-Kommentatoren sind (bis auf eine Nörgel-Ausnahme) mit Recht völlig aus dem Häuschen, s.u.!

=> T.O.P. live mit R. McKinley: So Much Oil …, Soul Vaccination, What Is Hip?
=> Ray McKinley live mit eigener Band und Bass-Solo.

Über Querdenkmaler

Berufe: Jurist, Musiker, IT-Berater. Hobbies: Web-Aktionismus (seit 1999), Musik, Geschichte, Linguistik, Strategiespiele.
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