Das wird man ja wohl noch sagen dürfen! Nein, darf man nicht!

Kluge Gedanken eines deutschen Journalisten über Hater im Netz und IRL.
Ich würde es allerdings drastischer formulieren:
Diese Leute sind nicht nur verlogen, sondern auch erbärmliche Feiglinge. Eine große Klappe riskieren sie nur in ihrer Filterblase oder – wenn schon draußen im richtigen Leben – inmitten einer Horde Gleichgesinnter. Vielleicht sollte man sie einfach mal fragen: „Warum sind Sie so feige?“.

Perspektive: Populismus

Ein Kommentar von Michel Abdollahi

Renate Künast hat sich neulich Hasskommentaren gestellt. Sie hat die Leute, die sie im Internet wüst, obszön und sehr hässlich beschimpft haben, besucht. Das Ergebnis war für viele überraschend. Die Leute haben sich nämlich geschämt, als Renate Künast sie mit ihren Kommentaren konfrontierte, als sie ihnen die widerlichen Worte selbst vorlas, als der Familienvater aus gutbürgerlichen Verhältnissen sich bewusst wurde, was er getan hatte. Das passiert oft.

Je wüster Leute schimpfen, desto freundlicher schreibe ich zurück, und dann sind Verwunderung und Scham oft groß: „Sie haben das wirklich gelesen? Ich dachte, das kommt gar nicht bei ihnen an. Das ist mir jetzt aber unangenehm. So habe ich das gar nicht gemeint. Ich habe auch gar nichts gegen Sie, ganz im Gegenteil, usw. usw.“ Das Phänomen scheint neu, ist es aber nicht. Schon Harald Schmidt besuchte in den 80ern Menschen, die ihn in Leserbriefen übelst beschimpften…

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Über Querdenkmaler

Berufe: Jurist, Musiker, IT-Berater. Hobbies: Web-Aktionismus (seit 1999), Musik, Geschichte, Linguistik, Strategiespiele.
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