Rassismus – von Tieren lernen!

Nein! Halt! Stop! Natürlich soll niemand Rassismus von Tieren lernen – schon weil das nicht geht. Tiere kennen nämlich diese wohl blödsinnigste aller Charakter­eigenschaften nicht.

Wohl jeder hat schon einmal schwarz-weiße und weiß-braune, vielleicht auch ganz schwarze, weiße oder braune Kühe friedlich-freundlich nebeneinander auf der  Weide stehen sehen … oder auch nicht … nein, liebe Kinder, Kühe sind nicht lila! Aber auch damit hätten die Wiederkäuer garantiert kein Problem; die Fellfarbe ist ihnen schnurzpiepegal. Sind Rindviecher wirklich intelligenter als manche Menschen?

Noch extremer ist es bei Hunden; da unterscheiden sich die Rassen nicht nur im Fell, sondern wesentlich drastischer als bei Rindern auch in Größe und Körperbau. Na und? Hat jemals ein Hund dem anderen zugewufft: „Mit dir spiel ich nicht; du bist mir zu dunkel“? Von der Zeugung neuer bunter Hunde mal ganz abgesehen.

Anders dagegen der homo idioticus: Da gibt’s tatsächlich Exemplare, die über eine „Überlegenheit der weißen Rasse“ (oder gar einer noch fiktiveren „arischen“) schwadronieren. Wer oder was soll diese „weiße Rasse“ denn bitte sein???
Ich meine, es war Miles Davis (finde das Zitat nicht mehr), der mal sinngemäß gesagt hat:
‚Ihr Weißen seid ja gar nicht weiß – ihr seid schweinchenrosa!‘
Exactly – und Obama ist keineswegs der erste „schwarze“, sondern allenfalls der erste kakaobraune Präsident der USA. Macht das seine Politik irgendwie besser oder schlechter? Und ist ein tiefengebräunter Südeuropäer „weißer“ als ein hellhäutiger Ägypter mit blauen Augen (ja, gibt es!)

Man sieht: Diese Unterscheidungen sind voll für’n Eimer. Nun ist dieser Hautfarbenrassismus i.d.R. nur der Ausdruck von Vorurteilen gegenüber der Herkunft eines Menschen. Ja, zwischen den Völkern dieser Welt gibt es gravierende Unterschiede, aber nicht aufgrund der Hautfarbe, sondern der Mentalität und Sozialisation.

Jedenfalls sieht man in der heutigen globalisierten Welt einem Menschen die Herkunft nicht mehr an. Allein deutsche (Ex-)Bundesligaspieler wie Gerald Asamoah, Antonio Rüdiger, Dennis Aogo, Eric Maxim Choupo-Moting sowie die deutsche Antwort auf Chuck Norris, der legendäre Hans Sarpei lassen dieses Wahngebilde sang- und klanglos in sich zusammenstürzen. Die sprechen z.B. ein besseres Deutsch als der durchschnittliche ‚Bio-Deutsche‘.

Apropos: Natürlich hat auch letzterer einen afrikanischen Migrationshintergrund; ist halt nur schon etwas länger her. Aus dem Boden gewachsen ist hier und anderswo jedenfalls kein Angehöriger der „weißen Rasse“. Ja, ihr Glatzen, die ihr aus unerfindlichen Gründen „stolz darauf“ seid, „ein Deutscher zu sein“ – eure entfernten Vorfahren waren allemal alle mal Neger!

Ups! BUUUH! Das N-Wort! Ja. Dass und warum Schwachsinn zwar gern, aber nicht ausschließlich im Hirn (?) von Rassisten beheimatet ist, lernen wir dann demnächst.

Über Querdenkmaler

Berufe: Jurist, Musiker, IT-Berater. Hobbies: Web-Aktionismus (seit 1999), Musik, Geschichte, Linguistik, Strategiespiele.
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2 Antworten zu Rassismus – von Tieren lernen!

  1. Bob schreibt:

    👍👍👍👍👏

    Hallo Michael,

    sehr gelungen. Gefällt mir sehr gut. 😄
    Hoffentlich habe ich bald mehr Zeit deine Blogs wieder zu verfolgen.

    Bis bald 👏

    Bob

    Gefällt mir

  2. Pingback: Was is’n Ausländer? Und was’n Nazi? Teil 2 | Querdenkmal

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